politik

Was

NIMBY steht für „Not In My Back Yard“ – zu Deutsch: „Nicht in meinem Hinterhof“. Es bezeichnet die Haltung von Personen oder Gruppen, die grundsätzlich bestimmte Projekte oder Entwicklungen befürworten, jedoch ablehnen, wenn sie in ihrer unmittelbaren Umgebung stattfinden sollen. Diese Geisteshaltung wird auch als Sankt-Florian-Prinzip bezeichnet, nach dem Heiligen Florian, der das Feuer nur von sich fernhielt, aber nicht löschte.

Wie

In Deutschland zeigt sich NIMBY besonders bei Infrastrukturprojekten, die als notwendig erachtet werden, aber lokal auf Widerstand stoßen:​

  • Windkraftanlagen: Obwohl die Energiewende unterstützt wird, gibt es häufig lokalen Widerstand gegen den Bau von Windrädern, da Anwohner befürchten, dass diese die Landschaft verschandeln oder Lärm verursachen könnten.

  • Stromtrassen: Der Ausbau von Stromnetzen wird von Anwohnern oft abgelehnt, obwohl er für die Energiewende erforderlich ist. Dies betrifft sowohl Hochspannungsleitungen als auch regionale Stromtrassen. ​

  • Flüchtlingsunterkünfte: Der Bau von Unterkünften für Geflüchtete stößt häufig auf Widerstand, selbst wenn die Notwendigkeit anerkannt wird. Anwohner befürchten Veränderungen im sozialen Gefüge oder eine Überlastung der Infrastruktur. ​

  • LNG-Terminal auf Rügen: Trotz der Notwendigkeit, die Energieversorgung zu diversifizieren, lehnen viele Anwohner den Bau eines Flüssiggasterminals auf der Ostseeinsel ab, da sie die Auswirkungen auf die Umwelt und die lokale Wirtschaft fürchten. ​

Wo

Wikipedia FAZ: Schuld war wieder mal der Nimby