Was
Das Flow-Erlebnis – ursprünglich geprägt durch den Psychologen Mihaly Csikszentmihalyi – beschreibt einen mentalen Zustand, in dem eine Person vollständig in einer Tätigkeit aufgeht. Zeit und Umwelt treten in den Hintergrund, während das Erleben von Konzentration, Motivation und Kontrolle steigt.
Typische Merkmale sind:
- Fokussierte Aufmerksamkeit: Man ist derart konzentriert, dass störende Gedanken ausgeblendet werden.
- Optimale Herausforderung: Die Aufgabe ist weder zu leicht noch zu schwer – das fördert anhaltende Motivation.
- Verlust des Zeitgefühls: Man übersieht buchstäblich die Zeit und ist in die Tätigkeit “vertieft”.
- Kontrollgefühl: Trotz hoher Anforderungen fühlt man sich der Situation gewachsen.
Wie
Auch Politikerinnen und Politiker erleben manchmal einen Flow-Zustand, z. B. wenn sie in einer Rede oder während intensiver Verhandlungen völlig in ihren Argumentationsfluss eintauchen:
Rede-Situationen: Bei kontroversen Debatten im Deutschen Bundestag beschreiben manche Abgeordnete, dass sie die Zuhörer und den Zeitablauf vergessen und “ganz bei ihren Argumenten” sind. So muss es wohl auch Cory Booker bei seiner 25-Stunden Rede gegangen sein, mit dem er 2025 den Rekord für die längste Rede gebrochen hat.
Krisensitzungen: In Phasen hoher Anspannung (z. B. bei Koalitionsverhandlungen) können sich Verhandlungsführer so stark auf die Sachthemen fokussieren, dass sie stundenlang konzentriert durchhalten und sogar ihre eigene Müdigkeit kaum wahrnehmen. bei P&K übrigens ein paar Insights in Koalistionsverhandlungen
Wahlkampf-Events: Auch auf Wahlkampfbühnen berichten manche Kandidatinnen und Kandidaten von diesem “Tunnelblick”, wenn sie sich ganz auf das direkte Feedback des Publikums konzentrieren und ihren thematischen Botschaften folgen.