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Was

Das Täter-Opfer-Retter-Dreieck, auch als Drama-Dreieck bekannt, ist ein psychologisches und rhetorisches Modell, das beschreibt, wie Menschen in konfliktgeladenen oder manipulativen Kommunikationssituationen agieren. Es wurde von Stephen Karpman entwickelt und zeichnet drei Hauptrollen:

  1. Täter: Der Aggressor oder derjenige, der Schuld zuweist oder Schaden verursacht.
  2. Opfer: Die Person oder Gruppe, die als hilflos dargestellt wird und Rettung benötigt.
  3. Retter: Derjenige, der sich als Helfer oder moralisch Überlegener präsentiert, oft mit dem Ziel, Anerkennung oder Zustimmung zu erhalten.

Diese Rollen können in rhetorischen Situationen bewusst oder unbewusst verwendet werden, um Machtverhältnisse zu beeinflussen, Zustimmung zu generieren oder Verantwortung zu verschieben. Der Wechsel zwischen den Rollen ist dabei häufig und oft manipulierend.


Wie: Beispiele aus der Politik

1. Täter-Rhetorik

  • Beispiel: Ein Politiker beschuldigt eine andere Partei, die wirtschaftlichen Probleme des Landes verursacht zu haben.
    • Zitat: „Die [Partei X] hat mit ihrer Politik der letzten Jahre Arbeitsplätze zerstört und die Inflation angetrieben!“
    • Ziel: Den Gegner zu diskreditieren und sich selbst als kompetent darzustellen.

2. Opfer-Rhetorik

  • Beispiel: Eine Partei betont die Benachteiligung bestimmter Bevölkerungsgruppen und positioniert sich als ihre Stimme.
    • Zitat: „Millionen von Familien leiden unter steigenden Mieten, und niemand kümmert sich um sie.“
    • Ziel: Emotionale Bindung und Empathie schaffen, um Wähler zu mobilisieren.

3. Retter-Rhetorik

  • Beispiel: Eine Spitzenkandidatin präsentiert sich als diejenige, die die Lösung für ein großes gesellschaftliches Problem bietet.
    • Zitat: „Nur wir haben einen Plan, um die Klimakrise zu bekämpfen und gleichzeitig Arbeitsplätze zu schaffen.“
    • Ziel: Sich als unverzichtbar und visionär darzustellen.

Wo

Quellen